{"id":1441,"date":"2019-10-02T13:32:53","date_gmt":"2019-10-02T13:32:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/?p=1441"},"modified":"2019-10-02T14:09:35","modified_gmt":"2019-10-02T14:09:35","slug":"protest-gegen-paralleljustiz-fur-konzerne-vor-dem-bundeskanzleramt-menschenrechte-schutzen-konzernklagen-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/?p=1441","title":{"rendered":"Protest gegen Paralleljustiz f\u00fcr Konzerne vor dem Bundeskanzleramt: Menschenrechte sch\u00fctzen \u2013 Konzernklagen stoppen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einladung zur gemeinsamen Foto-Aktion am 12. Oktober 2019<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/STOPISDS2019.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1436 alignleft\" src=\"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/STOPISDS2019-300x152.png\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/STOPISDS2019-300x152.png 300w, https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/STOPISDS2019.png 471w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/a>Internationale Handels- und Investitionsschutzabkommen verleihen Sonderklagerechte an Konzerne, mit denen sie einseitig Staaten auf Schadensersatz verklagen k\u00f6nnen (das so genannte Investor State Dispute Settlement, ISDS). Unternehmen wie Vattenfall und Chevron oder der Bergbaukonzern Gabriel Resources haben dieses ISDS-System in der Vergangenheit genutzt, um \u201cSchadensersatz\u201d f\u00fcr den Atomausstieg, f\u00fcr den Stop einer giftigen Goldmine oder f\u00fcr andere Regulierungen zu fordern, die Umwelt und Bev\u00f6lkerung dienen. Dadurch werden Konzernprofite abgesichert; Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschutz werden erschwert oder verhindert.<br \/>\nDoch statt die Macht dieser Konzerne zu verringern und sie f\u00fcr Menschenrechtsverst\u00f6\u00dfe und Umweltverschmutzung zur Verantwortung zu ziehen, plant die Europ\u00e4ische Union eine Ausweitung ihrer Sonderklagerechte. Unterst\u00fctzt wird sie dabei unter anderem von der deutschen Bundesregierung. Dagegen protestieren wir!<br \/>\nIm Rahmen eines bundesweiten dezentralen Aktionstages am 12. Oktober tragen wir unseren Protest vor das Bundeskanzleramt. Wir stellen einige besonders drastische ISDS-Klagef\u00e4lle vor und symbolisieren ihre Auswirkungen mit Hilfe einer \u00fcberdimensionalen Faust, die Menschenrechte, Umwelt- und Naturschutz zertr\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Mit der Aktion fordern wir die Europ\u00e4ische Union und die Bundesregierung dazu auf,<\/p>\n<ul>\n<li>das Handels- und Investitionsschutzabkommen der EU mit Kanada (CETA) nicht zu ratifizieren;<\/li>\n<li>keine neuen Abkommen mit Sonderklagerechten abzuschlie\u00dfen;<\/li>\n<li>Konzerne f\u00fcr Menschenrechtsverst\u00f6\u00dfe und Umweltsch\u00e4den zur Verantwortung zu ziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Aktionstag steht im Kontext einer europaweiten Aktionswoche vom 11.-19. Oktober 2019. In diesem Zeitraum finden parallel zwei wichtige Verhandlungen statt, die Einfluss auf internationale Handelsbeziehungen haben: In Genf bespricht der UN-Menschenrechtsrat das geplante UN Abkommen f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte (\u201eBinding Treaty\u201c). Ein solches Abkommen w\u00fcrde Konzerne f\u00fcr die Verletzung von Menschenrechten und Umweltstandards haftbar machen. Deutschland und die EU verweigern bisher jedoch eine inhaltliche Beteiligung. Gleichzeitig verhandelt in Wien die UN-Kommission f\u00fcr internationales Handelsrecht (UNCITRAL) unter anderem die Einrichtung eines globalen Investitionsgerichtshofes. Dieser w\u00fcrde die bereits heute bestehenden Sonderklagerechte f\u00fcr Konzerne verfestigen und die Macht von Konzernen weiter ausbauen.<\/p>\n<p><strong>Wir treffen uns:<\/strong><br \/>\n<strong>Samstag, 12.10.2019<\/strong><br \/>\n<strong>Zeit: 11:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Vor dem Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Stra\u00dfe 1, 10557 Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Die Aktion wird organisiert vom \u201eBerliner Netzwerk TTIP | CETA | TiSA stoppen!\u201c.<\/p>\n<p><strong>Alle Organisationen, die die Kampagne unterst\u00fctzen, sind herzlich dazu eingeladen, ihre Banner oder Fahnen mitzubringen.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/gerechterwelthandel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1417 alignleft\" src=\"https:\/\/www.stoppt-ttip-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/gerechterwelthandel.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"71\" \/><\/a>Mehr Informationen zum bundesweiten Aktionstag gibt es unter <a href=\"https:\/\/www.gerechter-welthandel.org\/aktionstag2019\">https:\/\/www.gerechter-welthandel.org\/aktionstag2019<\/a>. Nach der Aktion werden dort auch Bilder zur freien Verwendung verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Kontakt f\u00fcr R\u00fcckfragen:<br \/>\nAnne Bundschuh (Koordinatorin des Netzwerks Gerechter Welthandel), Tel. 030\/6781775-915, bundschuh@forumue.de<br \/>\nCarmen Schultze (BUND Berlin), schultze@bund-berlin.de, Tel. 030\/78790012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einladung zur gemeinsamen Foto-Aktion am 12. Oktober 2019 Internationale Handels- und Investitionsschutzabkommen verleihen Sonderklagerechte an Konzerne, mit denen sie einseitig Staaten auf Schadensersatz verklagen k\u00f6nnen (das so genannte Investor State Dispute Settlement, ISDS). 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